Fahne des DRKFoto: A. Zelck / DRK-Service…

Unser Ortsverein

Der DRK-Ortsverein Sonnenbühl hat eine lange Tradition. Schon seit 1971 engagieren sich Menschen in und um Sonnenbühl für das Deutsche Rote Kreuz. Derzeit zählt unser Ortsverein 29 aktive Mitglieder und 15 projektbezogene Mitarbeiter. Wir engagieren uns vor allem im sozialen Bereich, im Sanitätsdienst sowie in der humanitären Hilfe und im Katastrophenschutz.

Unsere Aktivitäten sind vielfältig. Drei Mal pro Jahr können Sie bei uns Blut spenden.

Eine wichtige Aufgabe unseres Vereins ist die Rettung und Versorgung von Menschen in Notsituation. Dafür bilden wir Rettungskräfte aus und bereiten uns auf den Notfall vor. Gerne stellen wir auch die medizinische Versorgung auf Ihrer Veranstaltung sicher - mit unserem Sanitätsdienst.

Die Arbeit unserer Helfer ist ehrenamtlich und wird meist abends oder am Wochenende gemacht. Möchten Sie sich zusammen mit uns engagieren? Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf Sie.

Unser Ortsverein in Zahlen

Zu unseren aktiven Mitgliedern gehören:

  • 2 Bereitschaftsärzte
  • 2 Rettungsassistent
  • 3 Rettungssanitäter
  • 1 Rettungshelfer
  • 7 Sanitätshelfer ABC
  • 10 Sanitätshelfer AB

Wir verfügen über folgende Fachausbildungen:

  • 6 Einsatzkräfte "Helfer-vor-Ort"
  • 2 Einsatzkräfte "Sicherheit und Technik"
  • 1 Ausbilder Erste-Hilfe
Rot-Kreuz-Arbeit vor Gründung des Ortsvereins

Nach Beginn des 2. Weltkrieges begann der damals in Undingen ansässige Arzt Dr. Fischer mit der Ausbildung junger Frauen und Mädchen zu Schwesternhelferinnen. Ab Frühjahr 1941 hieß diese Gruppe:

Rotes Kreuz Reutlingen, Zug 4

Dieser Zug umfasste etwa 50 Mitglieder aus den Gemeinden Erpfingen, Genkingen, Undingen und Willmandingen. Viele dieser Rot-Kreuz-Helferinnen waren während des Krieges in Lazaretten der deutschen Wehrmacht im Einsatz. Die Gruppe löste sich nach Kriegsende auf.

Die Initiative zur Neugründung der Bereitschaft Undingen ging vom damals in Reutlingen tätigen Bereitschaftsführer Walker aus. Bei einer Skiwanderung traf er mit einer Gruppe Undinger Albvereinsmitglieder bei einem Skiunfall zusammen. Walker konnte helfen, die Undinger aber nur zuschauen. Bei dieser Gelegenheit sprach er die Gruppe an und forderte sie auf, einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren.

Einer von ihnen, Alfred Sting, nahm es sich zu herzen und fuhr im Winter 1958/59 mit dem Fahrrad!!! Einmal wöchentlich nach Reutlingen zur Ausbildung.

Zusammen mir Dr. Meinhof schuf er danach die Grundlagen für die ersten Erst-Hilfe-Kurse in Undingen ab Oktober 1959. Es folgte eine Sanitäts-Ausbildung.

Im April 1960 wurde die Ortsgruppe Undingen des Deutschen Roten Kreuzes unter der Führung von Alfred Sting als Gruppenführer und Dr. Meinhof als Arzt gegründet. Die 16 aktiven Helferinnen und Helfer unterstanden der Bereitschaft Reutlingen. Bereits nach zwei Jahren erhöhte sich die Zahl auf 30. Die Gruppe wurde zur selbständigen Bereitschaft erhoben. Die hauptsächlichen Tätigkeiten dieser neu gegründeten Bereitschaft waren Sanitätsdienste bei Sportveranstaltungen aller Art sowie der Krankentransport in Reutlingen an Wochenenden. Am 14 Februar 1967 wurde im Kindergarten in Undingen der erste Blutspendetermin durchgeführt. Weil das Engagement und das Interesse seitens der Bevölkerung so groß waren, folget der zweite Termin bereits am 17. April 1967.

Die Beteiligung mit 5,7% der Bevölkerung war ein Spitzenergebnis in ganz Baden-Württemberg. Es wurde lediglich durch zwei Gemeinden im Allgäu übertroffen. Damit war ein neues Betätigungsfeld für die junge Bereitschaft geschaffen.

Die Schwierigkeit im Krankentransport Reutlingen und einige schwere Unfälle in unserem Raum führten uns die Verpflichtung zu, auch im Krankentransport tätig zu werden. Bei einem Kassenstand von nur DM 123,80 war dies eine fast unlösbare Aufgabe. Wir baten deshalb unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger um Unterstützung. Die rechtlichen Grundlagen erkämpften uns die Bürgermeister Mathäus Möck, Alfred Kalbfell, Ernst Herrmann und Paul Link. Unser Ziel war es, etwas Geld für einen gebrauchten Sanka zusammenzubekommen, den wir in Eigenleistung umbauen wollten, um bei Versagen des Reutlinger Krankentransportes selbst helfen zu können. Innerhalb acht Wochen wurde uns der stattliche Betrag von DM17.600 gespendet. Damit konnten wir sogar einen Krankentransportwagen kaufen. Diese großzügige Spendenbereitschaft hat uns die Verpflichtung auferlegt, einen eigenen, funktionsfähigen Transporter einzurichten.

Das Fahrzeug wurde am 5. Februar 1970 in Betrieb genommen.

Chronik des Ortsvereins

1971 Um im Rahmen der Satzung des Deutschen Roten Kreuzes eine Geschäftsfähigkeit zu erreichen, war die Gründung eines Ortsvereines erforderlich. Die Gründungsversammlung erfolgte am 6. Februar 1971. Von insgesamt 40 Mitgliedern wurde der damalige Bürgermeister Kalbfell zum Vorsitzenden gewählt. Bereitschaftsführer Alfred Sting trat aus beruflichen Gründen zurück. Sein Bruder Hermann Sting wurde sein Nachfolger.

1973 Schon nach kurzer Zeit, im Frühjahr 1973, musste Hermann Sting aufgrund eines Wohnortwechsels sein Amt aufgeben. Der bisherige Kammerwart Dieter Morgenstern übernahm die Bereitschaftsführung und Elsbeth Fauser vertrat die Interessen der Helferinnen.

Nach dem Wegzug von Bürgermeister Kalbfell wurde der Ortsverein vom Bereitschaftsführer bis zur Wahl von Bürgermeister Stierle kommissarisch geführt.

1975 Ein seiner Heimatgemeinde eng verbundener Unternehmer spendete dem Sonnenbühler Ortsverein im Jahre 1975 einen neuen Krankentransportwagen. Dieses Fahrzeug hatte im Kreis Reutlingen eine der hervorragendsten und fortschrittlichsten Ausrüstung.

Inzwischen wurde jedoch von der Landesregierung in Stuttgart ein neues und damit rechtwirksames Rettungsdienst-Gesetz verabschiedet. Mit diesem Gesetz wurde auch das Rettungswesen und damit der Krankentransport neugeregelt. Es schränkte den mit viel Hingabe geführten selbständigen Krankentransport stark ein.

Um diese Einschränkung für uns erträglich zu gestalten, war die Bereitschaft an der Übernahme der Rettungswache interessiert. Dies scheiterte jedoch daran, dass Undingen an keiner Bundesstraße liegt.

Manch hartes Wort und Unverständnis unserer Nachbarn, Freunde und Mitbürger mussten wir in Kauf nehmen und manch engagierter Kamerad warf das Handtuch. Die Rettungswache wurde in Engstingen eingerichtet. Sie übernimmt damit den Krankentransport mit hauptberuflichen Rettungssanitätern während der Tagesstunden. Wir dagegen konnten erreichen, dass wir im wöchentlichen Wechsel mit den Bereitschaften Engstingen, Mägerkingen und Trochtelfingen den Nachtdienst durchführen können.

Nach der Bildung der Gemeinde Sonnenbühl änderte sich der Name des Ortsvereins.

1977 Die Wahlen des Jahres 1977 brachte zum Teil eine neue Vereinsführung. Für den weggezogenen 1. Vorsitzenden Manfred Stierle übernahm Helmut Nonnenmacher dieses Amt. Der Aktive Rolf Ehmann wurde zum Stellvertreter gewählt. Die Bereitschaft führt weiterhin Dieter Morgenstern, später übernahm Inge Ehmann die Bereitschaftsführung der Frauen. Das DRK strukturiert den Katastrophenschutz. Mit den Bereitschaften Pfullingen, Engstingen, Lichtenstein, Trochtelfingen, Mägerkingen- Hausen und Sonnenbühl wird der Sanitätszug 1 gegründet.

1979 Im Jahre1979 gab Dieter Morgenstern sein Amt aus persönlichen Gründen ab. An seine Stelle trat Hans Brünger, der die Bereitschaft bis zur Neuwahl 1980 kommissarisch führte.

1980 Zum Bereitschaftsführer wurde Rolf Ehmann gewählt.

1983 ZumBereitschaftsführer wurde Martin Wandel gewählt.

1984 Mit einem großen Fest wurde die Einweihung des neu gelieferten Krankenwagens gefeiert.

1991 07.08.1991 10.000 Blutspender in Sonnenbühl. Einführung von 5 FME

1995 Kauf eines gebrauchten VW Bus T4, der in Eigenleistung zum Mannschaftstransporter umgebaut wurde.

1997 Durch den Umbau des alten Rathauses wurde der Beschluss gefasst, dass wir in Willmandingen an das Rathaus eine Garage anbauen und unsere Diensträume auch dorthin verlegen.

1998 Der Krankentransportwagen wurde für die Zeit des Anbaues bei der Feuerwehr in Undingen untergebracht.

1999 Einführung Helfer vor Ort. Im Jahre 1999/2000 wurde dem DRK Sonnenbühl ein Funkmeldeempfänger vom Kreisverband überreicht, damit ein Helfer in Sonnenbühl von der Rettungsleitstelle alarmiert werden konnte. Ziel war es bei einem Notfall den Helfer vor Ort parallel mit dem Rettungsdienst zu alarmiere.

2000 Fertigstellung Garagenanbau für den Krankentransportwagen beim Rathaus Willmandingen

2001 In Sonnenbühl wurde zum ersten Mal ein automatischer externer Defibrillator eingesetzt.

2003 27.01.2003 15.000 Blutspender in Sonnenbühl; März Teilnahme am Dekontaminationskonzept des Bundesinnenministeriums mit 3 Mitgliedern

2005 Seit 1959 ist Dr. Klaus Meinhof Mitglied des DRK. Über 42 Jahre lang war er bis 2001 als Bereitschaftsarzt des Ortsvereins Sonnenbühl tätig, ehe er auf ausdrücklichen Wunsch der Bereitschaft Sonnenbühl das Amt des Vorsitzenden übernahm. Bei der diesjährigen Jahresversammlung des Ortsvereins am 16. April erinnerte Dr. Meinhof daran, dass er von Beginn "nur übergangsweise" als Vorsitzender zur Verfügung stehen wollte. Nach der Wahl von Matthias Bez zum neuen Vorsitzenden kann das Amt nunmehr "in jüngere Hände", wie Dr. Meinhof ausführte, übergeben werden.

Mit der Feuerwehr Willmandingen zusammen konnten wir die Einweihung eines neuen Mannschaftstransportwagens der Marke Renault feiern.

2006 bei der FIFA WM 2006 in Deutschland waren auch die Helfer aus Sonnenbühl gefordert. Für die Finanzierung eines gebrauchten Rettungswagen wurde ein Spendenbarometer eingerichtet, wobei über 30.000 € gesammelt werden konnte. Unser Gründungsmitglied und Bereitschaftsleiter ehrenhalber Dieter Morgenstern verstarben im Juni. Im Herbst wurden die digitalen Meldeempfänger eingeführt.

2007 Der ehemalige Vorsitzende Helmut Nonnenmacher verstarb; unser Rettungswagen konnte im Rahmen einer Feier in Erpfingen gemeinsam mit einem Fahrzeug der Feuerwehr seiner Bestimmung übergeben werden; im August mussten wir Abschied nehmen von unserem ehemaligen Vorsitzenden Willi Walter.

2009 Teilnahme NATO-Gipfel in Baden-Baden.Martin Wandel 25 j. Bereitschaftsleiter; Dr. Klaus Meinhof für 50 j. Mitgliedschaft geehrt

2011 Nach zweijähriger Pause startet das Jugendrotkreuz wieder mit einer Mitgliedzahl von ca. 50 Kindern. Durch eine Werbeaktion der Gemeinde wurde ein weiterer automatischer externer Defibrillator an das DRK übergeben.

2014 Durch die Gemeinde wurden zwei weitere Helfer vor Ort mit externen Automatischen Defibrillatoren der neusten Generation ausgestattet. Diese Geräte ermöglichen nun auch die Defibrillation von Kindern,

2015 Bei einer sehr emotionalen Trauerfeier im Juli mussten wir Abschied nehmen von unserem Ehrenbereitschaftsleiter Martin Wandel. Er hatte bis zuletzt uns unterstützt, trotz schwerer Krankheit.

2016 An der Generalversammlung wurde Rolf Möck zum stellv. Vorsitzenden und Mike Lamparter übernahm das Amt des Schriftführers.

2017 Am 23.09.2017 konnte unser neuer Rettungswagen 66/23-1 mit einer Feierstunde in den Dienst gestellt werden. Zahlreiche Vertreter der Gemeinde, Spender und DRK Kameraden des Kreisverbandes nutzten die Möglichkeit den ersten Rettungswagen mit Allrad im Kreis zu besichtigen. Mit einer Stolzen Investitionssumme von über 130 000 Euro für dieses Fahrzeug, sind wir Vorreiter mit dieser Ausstattung. Für die Mehrkosten für die Sonderausstattung „Allrad“ danken wir sehr herzlich der Gemeinde Sonnenbühl die sich unter Bürgermeister Morgenstern sehr dafür einsetzte.

2021 Das Coronavirus hat auch Sonnenbühl erreicht. Es wurden über 3000 Coronatest in errichteten Schnelltestzentrum und mehrere Impftermin angeboten. Im April verstarb unser Gründungsmitglied Dr. med. Klaus-Eberhard Meinhof im alter von 99 Jahren. Er war 61 Jahre Mitglied im Deutschen Roten Kreuz.

Das 50-Jähriges Bestehen des Ortsvereines Sonnenbühl am 06.02.2021 konnte aufgrund der Coronabeschränkungen nicht durchgeführt werden.

2023 Bei der Blutspenderehrung auf dem Rathaus würde dieses Jahr ein Spenderrekord in Sonnenbühl aufgestellt. Es konnte zum ersten Mal ein Mitbürger für 175-maliges Spenden durch Hr. Bürgermeister Morgenstern und und 1. Vorsitzendem Matthias Bez die Spenderurkunde und die Auszeichnungsnadel verliehen werden.

2024 Es wurde der Beschluss gefasst einen Neuen Mannschaftstransporter zu beschaffen.

2025 Im Mai war es dann soweit das wir im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung unseren MTW im Rahmen eines Sektempfanges in den Dienst stellen konnten. 

Matthias Bez übergibt das Amt des 1.Vorsitzenden nach 20 Jahren an der Spitze an Johannes Feucht. Joachim  Eißler stellte sich nach 28 Jahren Kassenwart auch nicht mehr zur Wahl und übergibt an Melina Reiff, Sowie Martina Sauer, die nach 12 Jahren als Beisitzer auch Ausscheidet aus dem Ausschuss. Alle drei erhielten die Verdienstsmedalie des Kreisverbandes Reutlingen.

Gründungsvorstand
1.Vorsitzender: Alfred Kalbfell, Undingen
2. Vorsitzender: Dieter Morgenstern, Undingen
Kassier: Wilhelm Hörtig, Undingen
Schriftführerin: Adelheid Stotz, Undingen
Bereitschaftsführer: Hermann Sting, Undingen
Bereitschaftsarzt: Dr. Klaus Meinhof, Undingen
1. Beisitzer: Alfred Sting, Undingen
2. Beisitzer: Willi Möck, Undingen
Die Vorsitzenden
Alfred Kalbfell (Bürgermeister) 1971 - 1973
Manfred Stierle (Bürgermeister) 1973 - 1977
Helmut Nonnenmacher 1977 - 1992
Willi Walter 1992 - 2001
Klaus Meinhof 2001 - 2005
Matthias Bez 2005 - 2025
Johannes Feucht seit 2025
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